Prozesskosten- und Anwaltskostenrechner

Berechnet Gerichtskosten und Anwaltskosten nach RVG und GKG (Gebührenstand 2026, KostRÄG 2025) — mit Quotelung nach Obsiegen/Unterliegen und Baumbachscher Verteilung bei mehreren Klägern oder Beklagten.

Was ein Zivilprozess kostet, hängt vom Streitwert ab — also dem Geldbetrag, um den gestritten wird. Aus ihm ergeben sich sowohl die Gerichtskosten (nach dem GKG) als auch die Anwaltskosten beider Parteien (nach dem RVG). Dieser Rechner bildet alle drei Bausteine transparent ab und zeigt am Ende, wer welchen Anteil trägt.

Häufige Fragen

Was kostet ein Zivilprozess in Deutschland?

Die Kosten richten sich nach dem Streitwert. Sie umfassen Gerichtsgebühren (nach GKG), Anwaltsgebühren (nach RVG) für beide Parteien sowie ggf. Sachverständigen- und Auslagenpositionen. In der 1. Instanz fällt eine 3,0-Gerichtsgebühr an, in der Berufung 4,0 und in der Revision 5,0.

Was ist die Baumbachsche Kostenformel?

Ein in der BGH-Rechtsprechung anerkanntes Verteilungsschema bei mehreren Streitgenossen (Klägern oder Beklagten). Sie sorgt dafür, dass jeder Streitgenosse nur den Anteil der Kosten trägt, den er aufgrund seines Streitwert-Anteils und seines Unterliegens verursacht hat — als hätten getrennte Prozesse stattgefunden.

Wie wird die Kostenquote berechnet?

Bei teilweisem Obsiegen (§ 92 ZPO) richtet sich die Quote nach dem Verhältnis von Antrag zu Zugesprochenem. Beispiel: Bei einer Klage über 5.000 € und 3.000 € zugesprochen obsiegt der Kläger zu 60 %. Der Kläger trägt dann 40 % der Kosten, der Beklagte 60 %.

Was bedeutet die Anrechnung der Geschäftsgebühr?

Nach Vorbemerkung 3 Absatz 4 VV RVG wird die vorgerichtlich entstandene Geschäftsgebühr zur Hälfte, höchstens mit einem Faktor von 0,75, auf die Verfahrensgebühr 1. Instanz angerechnet. So zahlt der Mandant nicht doppelt für überschneidende Tätigkeiten.

Muss ich bei einer Niederlage auch den Anwalt der Gegenseite zahlen?

Ja. Nach § 91 ZPO trägt die unterlegene Partei die Kosten des Rechtsstreits — dazu gehören neben den Gerichtskosten auch die notwendigen außergerichtlichen Kosten der Gegenseite, also deren Anwaltsgebühren. Bei teilweisem Obsiegen werden diese Kosten quotal aufgeteilt.

Ist dieser Prozesskostenrechner kostenlos und verbindlich?

Der Rechner ist vollständig kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Die Ergebnisse sind eine sorgfältige Schätzung auf Basis der gesetzlichen Tabellen (KostRÄG 2025, gültig auch 2026), aber rechtlich unverbindlich und ersetzen keine anwaltliche Beratung — insbesondere bei Sonderfällen wie Vergleichsmehrwert oder Gebührenermäßigung.

Gebührentabellen

RVG-Tabelle 2026 — Anwaltsgebühren nach Streitwert
Gerichtskostentabelle 2026 — Gerichtskosten nach Streitwert (GKG)